Lisa Doll — von der Idee zur Marke
Bevor ich etwas anbiete, spiele ich es selbst durch. Den Marken-Kompass und das Design-Profil habe ich zuerst mit einer Person getestet, der ich vertraue: Lisa Doll, Sängerin und Songwriterin aus dem Berliner Umland. Wir kennen uns aus ehrenamtlicher Arbeit, für ihre Band hatte ich die Markenpositionierung schon gemacht. Aus dem Test wurde eine vollständige Marke. Dieser Beitrag zeigt, wie das lief — und was dabei entstanden ist.
Positionierung mache ich seit vielen Jahren, mit einem Vorgehen, das ich immer weiter verfeinert habe. Es legt die Essenz einer Marke schnell frei und zeigt, wo sie sich entwickeln kann.
Ausgangslage
Lisa hatte mehrere Projekte gleichzeitig. Auftritte mit Band. Akustische Formate. Eigene Songs. Musik für Unternehmen und Theater. Alles davon war real. Alles davon war sie. Aber es war nicht klar, was davon ihr Angebot ist.
Sie schrieb mir, dass sie sich gerade frage, was sie eigentlich anbieten wolle. Sie habe verschiedene Projekte, auch mit eigenen Songs, und wisse nicht, wie sie das zusammenbringe.
Das ist kein Designproblem. Das ist ein Positionierungsproblem. Solange die Ausrichtung unklar ist, hilft keine neue Website.
Vorgehen
Schritt 1 — Marken-Kompass
Am 16. März schickte ich Lisa den Link zum Formular. Am 17. März füllte sie es aus. Am 18. März war der erste Entwurf fertig. Ein Tag Arbeitszeit zwischen Formular und Entwurf.
Lisa dazu:
Ich fand die Fragen sehr gut und hilfreich zur Ausrichtung.
Das Ergebnis: zwei klare Angebotswelten.
- Welt 1 — Live-Events. Firmenfeiern, Vernissagen, Trauungen, Veranstaltungen des öffentlichen Dienstes. Solo, als Duo oder mit Band.
- Welt 2 — Markenklang. Jingles, Werbetracks und Markensongs für Unternehmen. Musik für das Theater.
Dazu ein Claim: „Musik, die bleibt.“ Zwei Slogans. Werte. Zielgruppen. Marktanalyse. Fünf priorisierte Empfehlungen.
Lisas Reaktion auf den Entwurf:
Ich bin total begeistert! Ich finde mich da auf alle Fälle wieder und finde es sehr charmant gemacht. Auch das mit den zwei Welten gefällt mir sehr. Das motiviert mich gerade, es nun doch mit einer eigenen Website anzugehen.
Schritt 2 — Design-Profil
Am 24. März folgte das zweite Formular. Am 25. März lagen drei erste Designrichtungen vor. Nach Zwischenfeedback kamen am 12. April drei überarbeitete Vorschläge. Kurz danach war das Design-Profil fertig.
Lisa entschied sich für die Richtung „Abendglut“: ein Farbverlauf von tiefem Braun über Olivgrün und warmes Orange bis ins rauchige Rosé.
Das Profil enthält zehn Farben mit Regeln für ihren Einsatz. Drei Schriften mit klarer Aufgabe. Geprüfte Farbkontraste nach WCAG 2.1 AA. Regeln für Bilder, für Social Media, für LinkedIn und für den Druck.
Schritt 3 — Logo
Lisa hatte eine eigene Skizze: ein Ring mit Violinschlüssel und verschlungenen Anfangsbuchstaben. Ich habe sie nicht ersetzt. Ich habe sie vektorisiert. Sauber. In jeder Größe scharf. In allen Farbwelten nutzbar.
Dazu die Wortmarke „Klangraum“: „Lisa“ in Schreibschrift, „DOLL“ in gesperrten Großbuchstaben. Zwei Welten, eine Marke. Auch im Logo.
Schritt 4 — Vorlagen-Studio
Acht fertige Vorlagen für Beiträge im Netz: Veranstaltung, Zitat, Referenz, Markenklang und Release, Story und Reel, Leistung, Fallbeispiel, Link-Vorschau.
Text eintragen. Bild wählen. Fertiges Bild herunterladen. Immer im richtigen Format. Immer in ihrem Design. Ohne Grafikprogramm.
Der gesamte Weg lief über E-Mail und Kurznachrichten. Kein einziger Termin war nötig. Gearbeitet wurde an wenigen Tagen, verteilt über das Frühjahr — dazwischen lagen Pausen, in denen bei uns beiden anderes Vorrang hatte.
Ergebnis
Lisa hat heute:
- einen Marken-Kompass mit zwei klaren Angebotswelten
- einen Claim und zwei Slogans
- ein vollständiges Design-Profil mit Farben, Schriften und Regeln
- ein Logo in sauberen Dateien — ihre eigene Handschrift, vektorisiert
- ein Vorlagen-Studio für ihre Beiträge im Netz
Die Website folgt nach dem Sommer. Ob und wie die neue Marke wirkt, wird sich dann zeigen. Versprechen über Buchungen oder Anfragen mache ich keine. Dafür ist es zu früh.
Was ich jetzt schon sagen kann: Lisa hat wieder Lust, sichtbar zu werden.
Lisas Stimme
Das ist ja Wahnsinn und gefällt mir alles sehr gut. Ich freue mich immer mehr darauf, mit meinem eigenen Zeichen und meiner eigenen Seite arbeiten zu können.
Was ich daraus mitnehme
Das Formular arbeitet mit. Der Nutzen beginnt, bevor das Ergebnis da ist. Die Fragen helfen schon beim Klären der eigenen Ausrichtung.
Ein Tag reicht für den ersten Entwurf. Wenn die Antworten da sind, geht es schnell.
Die Reihenfolge stimmt. Erst Position. Dann Design. Dann Werkzeuge. Dann Website.
Wenn du neugierig auf Lisa bist, dann schau auf ihrer Bandwebsite vorbei: dollhouse-band.de. Oder schreib ihr eine E-Mail: doll_lisa@gmx.net.
Du stehst an einem ähnlichen Punkt und weißt nicht, was dein Angebot eigentlich ist? Dann lass uns sprechen.
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